Beschreibung
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind Fachkräfte stark in ihrer Verantwortungsrolle gefragt. Schutz und Sicherheit müssen geboten werden, gleichzeitig werden Autoritäten stark hinterfragt. Dies führt häufig zu einem Spannungsfeld, in dem Ohnmacht oder auch Handlungsunfähigkeit erlebt wird.
Das Konzept der „Neuen Autorität“ nach dem israelischen Psychologen Haim Omer ist ein systemischer Ansatz, der Personen mit Erziehungs- oder Führungsverantwortung in ihrer Präsenz stärkt. Im Zentrum steht dabei die Handlungsfähigkeit der Erwachsenen, sowie die positive Entwicklung und Förderung der Selbstverantwortung der Kinder und Jugendlichen. Die „Neue Autorität“ basiert nicht auf Macht, sondern auf Beziehung. So wird problematischem Verhalten nicht mit Maßnahmen der „alten“ Autorität, wie bspw. Bestrafung, sondern mit gewaltfreiem Widerstand begegnet. Deeskaliert wird durch Selbstkontrolle, Verzögerung, Beharrlichkeit sowie soziale Unterstützung und durch das Entwickeln eines verbindlichen „Wir“.
Das Seminar beinhaltet
Die grundlegenden Haltung- und Handlungsebenen der Neuen Autorität werden in diesem zweitägigen Seminar praxisnah an Fallbeispielen der Teilnehmer*innen erläutert und in Kleingruppen reflektiert. Einzelne Fallbeispiele können auch in Aufstellung supervisorisch bearbeitet werden. Ziel ist es, die Teilnehmer*innen die Haltung und Methoden der Neuen Autorität zu vermitteln, damit diese im Arbeitsalltag eingesetzt werden können.
Arbeitsmethoden
Vortrag, Diskussion, Kleingruppenarbeit, Aufstellungsarbeit, praktische Übungen.
Zielgruppe
Psychologen, Fachkräfte aus psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern (Kinder- und Jugendhilfe, betreutes Wohnen, Elternberatung, Schule, etc.)