Süchtiges Trinken ist ein so weit verbreitetes Phänomen, dass kaum jemand in unserem Kulturkreis davon unberührt bleibt. Ob in der eigenen Familie, im Freundeskreis, in der unmittelbaren Nachbarschaft, im Beruf, in der Freizeit oder in den Medien – süchtiges Trinken scheint allgegenwärtig zu sein.
Hinter diesem Phänomen verbergen sich meist jahrelange leidvolle und verletzende Erfahrungen, erfolglose Änderungsbemühungen und Gefühle lähmender Aussichtslosigkeit. Doch dahinter verbergen sich auch Hinweise auf Noch-nicht-Gelebtes, Sehnsüchtiges und Leidenschaftliches, dessen Wecken und Leben kaum noch für denk- und fühlbar gehalten wird.
In diesem Seminar steht die Darstellung eines therapeutischen Prozesses mit einem süchtig trinkenden Klienten im Mittelpunkt. Der Fallverlauf wird in mehreren Videosequenzen präsentiert. Anhand dieses Praxisfalls werden die einzelnen Schritte der Therapie verdeutlicht und das methodische Vorgehen erläutert. Theoretische Exkurse ergänzen den Inhalt. Praktische Demonstrationen und Übungen zu speziellen Techniken, die sich in der Arbeit mit süchtig Trinkenden als nützlich erwiesen haben, runden das Seminar ab.
Das Seminar beinhaltet
- Diagnostische und statistische Einblicke
- Systemtheoretische Erklärungsmodelle
- Ritualtheoretische und existenzielle Überlegungen
- Biografische Hypothesen
- Therapeutische Haltungen
- Therapeutische Vorgehensweisen
Arbeitsmethoden
Vorträge, Diskussionen, Videoanalysen, Kleingruppenübungen
Zielgruppe
Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzte, Fachkräfte aus psychosozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern