EAT-NET 2026: Vernetzung als Schlüssel in der Behandlung von Essstörungen
Am 30. April 2026 fand in Bozen der Auftakt der diesjährigen Fortbildungs- und Supervisionsreihe EAT-NET statt. Zahlreiche Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens kamen zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen in der Behandlung von Essstörungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Unter der Leitung der renommierten Psychiaterin Dott.ssa Laura Dalla Ragione stand vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Mittelpunkt. In Vorträgen, Diskussionen und praxisnahen Fallbesprechungen wurde deutlich, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Diensten ist – insbesondere bei schwer betroffenen Patient:innen, die häufig zwischen unterschiedlichen Versorgungsstrukturen wechseln.
Ein zentrales Thema war die Entwicklung klarer und verbindlicher Behandlungspfade. Ziel ist es, Übergänge zwischen ambulanter Versorgung, spezialisierten Einrichtungen und Krankenhausaufenthalten besser zu gestalten und dadurch die Behandlung effizienter und nachhaltiger zu machen.
Die Teilnehmenden nutzten die Veranstaltung intensiv für Austausch und Vernetzung. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Die Versorgung von Menschen mit Essstörungen kann nur dann gelingen, wenn alle beteiligten Berufsgruppen eng zusammenarbeiten und ein gemeinsames Verständnis entwickeln.
